Bis zum 10.03.2021 bewerben!

Bundespreis
kooperative Stadt

Die Auszeichnung für herausragende kommunale Beispiele der Kooperation von Stadtgesellschaft, Politik und Verwaltung.

Mit dem Bundespreis kooperative Stadt zeichnet die Nationale Stadtentwicklungspolitik erstmals Kommunen aus, die durch verschiedene Aktivitäten und Beispiele die Arbeit von Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Nachbarschaftsgruppen und soziokulturellen Akteuren aktiv fördern und so zu einer breiten Mitwirkung am und Mitgestaltung von Stadtraum beitragen. Prämiert wird die Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft mit dem Ziel rechtliche, politische und strukturelle Standards der Kooperation zu etablieren, neue Möglichkeitsräume zu eröffnen und die Akteursvielfalt in Städten zu erhöhen. Teilnehmen können große und kleine Kommunen, die Hand in Hand mit der Zivilgesellschaft am Gemeinwohl bauen.

⟼ Jetzt als Koop.Stadt bewerben!

Koop.Stadt

Möglichkeitsräume für unkonventionelle Stadtproduktion.

Was ist eine kooperative Stadt?

Von einer kooperativen Stadt spricht man, wenn die Zusammenarbeit mit engagierten Stadtmachern aktiv gefördert oder sogar von kommunaler Verwaltung oder Politik selbst initiiert wird. Hand in Hand und bisweilen durch unkonventionelle Herangehensweisen werden neue Wege in der Stadtentwicklung erprobt. Das inhaltliche Spektrum beginnt direkt vor der Haustür und reicht bis zu großen Themen: von der Freiraumgestaltung zur gemeinwohlorientierten Immobilienentwicklung, von Soziokultur zur urbanen Mobilität. Durch Neugier, Wertschätzung und gegenseitiges Vertrauen entstehen neue Wege der Zusammenarbeit und daraus lebenswerte Stadträume und Gemeingüter.

Die Instrumente der Koop.Stadt

Eine Koop.Stadt nutzt strategisch verschiedene Werkzeuge, damit vielfältige Akteure Stadtentwicklung mitgestalten und eigene Projekte umsetzen können:

  • rechtliche Instrumente

    In der Koop.Stadt schaffen verbindliche rechtliche Rahmenbedingungen die Grundlage für eine kooperative Stadtentwicklung: Ermessensspielräumen im Planungsrecht werden zugunsten von gemeinwohlorientierten Stadtmachern genutzt, temporäre Interventionen geduldet, Kooperationsvereinbarungen angewendet und Sondernutzungssatzungen im Sinne der Bürgerinnen und Bürger ergänzt.

  • politische Instrumente

    In der Koop.Stadt gibt es klare politische Willensbekundungen zur Legitimation der Arbeit zivilgesellschaftlicher Stadtmacher und einen klaren Auftrag an die Verwaltung: das ist in Koalitionsverträgen und Leitbildprozessen verankert, in neuartigen Dialogformaten wie Runden Tischen diskutieren Politiker mit Stadtmachern auf Augenhöhe.

  • strukturelle Instrumente

    Die Koop.Stadt benötigt Ressourcen in der Verwaltung: Zeit, Personal und finanzielle Mittel. Diese ermöglichen es, auch ungewöhnliche Anfragen zu bearbeiten und durch direkte Unterstützung zivilgesellschaftliches Engagement zu fördern. Freie Flächen werden unkompliziert zur Zwischennutzung freigegeben. Nutzerinnen und Nutzer werden in die Entwicklung von Flächen einbezogen.

Preis

Werden Sie Teil unseres Stadtmacher-Netzwerks!

Kommunen, die kooperative Stadtentwicklungsprojekte vorantreiben, werden als Koop.Stadt ausgezeichnet und gleichzeitig dabei unterstützt, mehr Menschen zu aktiv Handelnden in der Stadtentwicklung zu machen.

  • Preisgeld zur Stärkung von Kooperationsstrukturen

    Die zehn Gewinner erhalten insgesamt eine Summe von 200.000,00 € Preisgeld zur Umsetzung weiterer Projekte der kooperativen Stadtentwicklung.

  • Teilnahme an der Preisverleihung

    Sie werden zur Preisverleihung im Rahmen des Bundeskongress der Nationalen Stadtentwicklungspolitik eingeladen, der im Mai 2021 in Köln stattfindet.

  • Darstellung der Preisträger-Städte in einer Publikation

    Alle prämierten Kommunen, ihre Instrumente und Projekte, werden in einer Publikation, als Vorbilder für andere Städte aufbereitet.

  • Öffentlichkeitswirksame Auszeichnung mit dem Label

    Neben der Auszeichnung selbst erhalten alle Preisträger Materialien für die eigene Öffentlichkeitsarbeit: eine Plakette am Rathaus, eine Vorlage zur Gestaltung einer eigenen Poster-Kampagne oder die Möglichkeit des Einsatzes des Labels für eigene Kommunikationszwecke.

  • Portrait auf der Internetseite der Nationalen Stadtentwicklungspolitik

    … als vorbildliches Beispiel für die Umsetzung der Neuen Leipzig Charta in Deutschland.

  • Aufnahme in das bundesweite Netzwerk engagierter Stadtmacher

    Einladung zu Vernetzungstreffen und Konferenz im September 2021 in Hannover sowie Aufnahme in das bundesweite Netzwerk mit regelmäßigen Diskurs- und Austauschformaten.

Bewerbung

Bis zum 10.03.21 bewerben!

Gesucht werden Kommunen ab 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern, die auf verschiedenen Ebenen und in unterschiedlichen Fachbereichen mit zivilgesellschaftlichen Akteuren zusammenarbeiten. Die Bewerbung umfasst ein Online-Formular mit übergeordneten Fragen zu den kooperativen Tätigkeiten der Kommune, sowie einen Steckbrief mit bis zu drei konkreten Instrumenten der Zusammenarbeit und ihrer Funktionsweise. Zusätzlich können weitere Dokumente (z.B. Koalitionsvertrag, Projektbilder, Rechtsinstrumente) hochgeladen werden. Alle Einreichungen werden vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Rahmen eines Forschungsvorhabens ausgewertet.

Jetzt bewerben!

FAQ

Nützliches Wissen rund um den Bundespreis.

  • An wen richtet sich der Preis?

    Gesucht werden Kommunen ab 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern, die durch ihre Zusammenarbeit mit Stadtmachern zu einer Koop.Stadt werden. Planungsbüros, Bürgerinnen und Bürger, Initiativen oder Vereine können Kommunen bei der Bewerbung unterstützen. Die Einreichung der Bewerbung  ist jedoch nur durch die Kommune selbst möglich.

  • Was kann eingereicht werden?

    Bewerben können sich die Kommunen mit angestoßenen, laufenden sowie bereits umgesetzten Maßnahmen oder Kooperationsprojekten der Stadtentwicklung. Gesucht werden konkrete Maßnahmen und Instrumente zur Förderung der Zusammenarbeit und einer aktiven Mitgestaltung durch zivilgesellschaftliche Initiativen, Vereine oder soziokulturelle Akteure. Dazu zählen allgemeine rechtliche, politische und strukturelle Maßnahmen wie beispielsweise die Einrichtung von Runden Tischen, Vermittlerstellen oder Zugang zu Raum für diese Akteure. Eine entscheidende Rolle spielt die Einreichung von mindestens einem und maximal drei Steckbriefen zu Kooperationsinstrumenten sowie Best-Practice-Beispielen aus den letzten 4 Jahren. Die Beurteilung findet ausschließlich auf Basis der eingereichten Unterlagen statt. Weiterführende Informationen oder der Verweis darauf (z.B. Projektwebseiten, Broschüren) werden von der Beurteilung ausgenommen.

  • Wie und wann erfolgt die Bewerbung?

    Alle interessierten Kommunen können zwischen dem 10. Dezember und dem 10. März 2021 zentral über das Online Formular (PDF) auf der Website www.koop-stadt.de am Bundespreis teilnehmen. Die Bewerbung umfasst einen Fragebogen sowie den Upload von Steckbriefen oder anderen relevanten Dokumente (z.B. Best-Practice-Beispiele, Koalitionsvertrag, Projektbilder, Rechtsinstrumente). Die Teilnahmebedingungen (PDF) bieten einen Überblick über alle relevanten Punkte des Einreichungsprozesses. Nur frist- und formgerecht eingegangene Bewerbungen nehmen am Wettbewerbsverfahren teil. Verspätet eingereichte, unvollständige oder nicht den Teilnahmebedingungen entsprechende Einreichungen werden vom Wettbewerb ausgeschlossen. Es gelten die auf dieser Internetseite genannten Fristen und Termine.

  • Was sind Instrumente der Kooperation?

    Gesucht werden rechtliche, politische und strukturelle Instrumente der Zusammenarbeit. Dazu können beispielsweise die Einrichtung von Vermittlerstellen, Flächenpools, Runden Tischen, Kooperationsvereinbarungen, Ausschüssen oder rechtliche Tools wie die aktive Duldung, Anwendung der Experimentierklausel im Baurecht oder andere zählen. Die Summe der angewendeten Instrumente, Maßnahmen und Aktivitäten gibt einen Überblick – einerseits über die Gesamtheit der Aktivitäten in einer Kommune und andererseits über bestehende, neue und bisweilen unkonventionelle Instrumente der Kooperation bei der gemeinsamen Produktion von Stadtraum.

  • Was ist der Mehrwert der Teilnahme?

    Der Bundespreis kooperative Stadt lenkt den Blick auf die positiven Effekte der Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft und zeichnet vorbildhaftes kommunales Handeln aus. Der Preis zeichnet die Kommunen für ihre erfolgreiche kooperative Stadtentwicklung aus und trägt auf diese Weise zu Imagegewinn, Motivation und Bindung neuer Kooperationspartner bei. Neben der Auszeichnung selbst und der Einladung zur Preisverleihung im Rahmen des Bundeskongresses der Nationalen Stadtentwicklungspolitik, der im Mai 2021 in Köln stattfindet, werden die gesammelten Instrumente und Best-Practice-Beispiele der Preisträger-Städte in einer Publikation gesammelt und aufbereitet. Die zehn am höchsten bewerteten Bewerberinnen und Bewerber erhalten insgesamt eine Summe von 200.000,00 € Preisgeld zur Umsetzung weiterer Kooperationsprojekte. Die Auszeichnung ist für fünf Jahre gültig.

  • Wie wird bewertet?

    Es werden Kommunen prämiert, die mit klugen Ideen und im Rahmen der Möglichkeiten der jeweiligen Kommune etwas Neues angeschoben und geschaffen haben. Bei der Beurteilung werden rechtliche, politische und strukturelle Bausteine der Kooperation beleuchtet. In die Bewertung fließen angestoßene, laufende sowie bereits umgesetzte Instrumente, Leitbilder oder politisch beschlossene Maßnahmen mit ein. Größe und finanzieller Umfang der Projekte sind keine Beurteilungskriterien. Aus der vollständigen Bewerbung ergibt sich ein Gesamtbild über die Kooperationskultur der Kommune. Grundsätzlich lässt sich sagen: je mehr an Kooperation mit verschiedenen Akteursgruppen nachgewiesen werden kann und je mehr Handlungsfelder abgedeckt werden, desto besser die Bewertung.

  • Wie erfolgt die Jurierung?

    Nach einer ersten Vorprüfung tritt eine fachübergreifend zusammengesetzte Jury zusammen, die die Beiträge bewertet und die Preisträger auswählt. Die Jury des Bundespreis kooperative Stadt setzt sich aus Partnern der Nationalen Stadtentwicklungspolitik zusammen: Vertreterinnen und Vertretern des Deutschen Städtetags, des Deutschen Städte- und Gemeindebunds und der Länder sowie des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat.

  • Rückfragen?

    Für Rückfragen wenden Sie sich an nationale-stadtentwicklungspolitik@bbr.bund.de

Kontakt

Wer steckt dahinter?

Der Bundespreis Koop.Stadt wird von den Trägern der Nationalen Stadtentwicklungspolitik ausgelobt, von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden. Mit dem Preis werden herausragende kommunale Beispiele einer Kooperationskultur zwischen Kommune und Zivilgesellschaft ausgezeichnet. Das Projekt wird durchgeführt durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt-, und Raumforschung, unterstützt vom Büro stadtstattstrand – Kreativer Umgang mit urbanem Raum.

www.nationale-stadtentwicklungspolitik.de

Für Rückfragen zum Wettbewerb wenden Sie sich bitte an:
nationale-stadtentwicklungspolitik@bbr.bund.de

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